Philosophisches · 19. März 2026
Was braucht der Mensch, um sich gegen Ungerechtigkeit, Prinzipienlosigkeit und Falschheit zu behaupten? Noch mehr, was braucht der Mensch, um den Lauf der Geschichte zu prägen?
Philosophisches · 21. Februar 2026
Die Liebe ist eine existentielle Sehnsucht, der Wortgebrauch oberflächlich. Dabei sitzt die Sehnsucht so tief, dass falsche Verständnisse Menschen zu selbstschädigenden oder nicht wirklich gewollten Handlungen treiben, genauso wie Verwechslungen von Erziehungsfehlern mit Liebesweisen ganze Lebenswege prägen können. Wer fundamental abhängig ist statt frei, kann nicht lieben. Abhängig sehen bedeutet sklavisch, was die Person ihrem Ich gibt, dies impliziert nicht nur materielle Dinge,...

Philosophisches · 23. November 2025
Aristoteles unterscheidet zwischen der ersten und zweiten Natur des Menschen: die erste bezeichnet das Wesen des M e n s c h s e i n s als solches, das zweite hingegen wie der Mensch als P e r s o n wird, d.h. wozu er durch gesellschaftliche/kulturelle/familiäre Prägungen, Erfahrungen, eigene Entscheidung und tägliches Tun gewohnheitsmäßig wird. Das Menschsein gibt den prinzipiellen allgemeinen Rahmen vor, die Persönlichkeit verwirklicht diese auf individuelle und konkrete Weise. Deshalb...
Gedichte · 17. September 2025
Glück Unglück zugleich. Erhebend niederschmetternd. Alles und Nichts verheißen tiefe Augen. Warmen Honig. Kalte Nacht. Strahlende Helligkeit in solch tiefen Augen. Zu spät gefunden, kann nicht loslassen weil versunken: Erfüllendes Unglück, Zerreißendes Glück im Herzen. Erstickts am Griff der Trennung lächelt Gesicht unaufhörlich. Zu spät gefunden stirbts lebend in deinen Augen.

Philosophisches · 30. August 2025
Die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg wurde versucht, dieser Ungewissheit und Eigenverantwortlichkeit zu entgehen, indem die Eigenständigkeit auf andere abgewälzt wurde: Verschiedene Vermittler zwischen Mensch und Gott, die Vermenschlichung Gottes oder Vergöttlichung des Nichtgottseiendem, sogar das Leugnen von Gottes Existenz dienen einzig dazu, vor der Ungewissheit und der Eigenverantwortlichkeit, dem Aushalten, zu fliehen.
Gedichte · 22. August 2025
Verliebt in die Liebe heißt das Lieben lieben. Verborgen hinter Gesichtern liegt Das nie entborgen gesichtslos bleibt. Bekannte Unbekannte; gefunden in ewiger Suche; vereinigt in der Trennung. Hinter Schatten blicken was lieben zu lieben heißt.

Gedichte · 30. Juli 2025
Jede Liebe ist einseitig: Es gibt solchen, der liebt; Es empfängt Jene, die geliebt wird. Lieben heißt sich übersteigen, sich übersteigen das Ich verbrennen. Geliebt werden heißt selbst sein, selbst sein nicht zu lieben. Du kannst mich nicht lieben weil es mich nicht mehr gibt; du brauchst mich nicht lieben weil es dich schon gibt; Ich brennt dahin solange es dich gibt. Eingeschlossen in Flammen doch eigenartig frei: Im Leben weil nichts mehr zu kriegen, im Tod nichts mehr zu verlieren.
03. Juli 2025
Eine Nacht schön und traurig zugleich. Der Morgengrauen Beginn und Ende zugleich. Stimmen die viele Worte trugen; Im Schweigen der Worte ertrunken. Leben in strahlenden Augen‘ die Brust voll einhegender Erfahrungen. Unnachgiebig fordernde Aufgaben. Kann lieben bedeuten sich trennen? Sie schauen von sich wegzuschauen? Wenn des eigenen Herzen Begehr trifft der anderen Abwehr. Wenn Ja zur ihr wird Nein zu mir.

Philosophisches · 16. Mai 2025
Was der Mensch auch versucht, das Leben gleicht einem Treiben auf offener See. Wir bauen verschiedene Strukturen – die von Wissenschaft, Beziehungen und Lebensentwürfen bis zur gewöhnlichen Architektur reichen – um darüber hinwegzutäuschen. Denn der Eindruck einer von uns beherrschten Ordnung gibt uns Sicherheit. Aus meiner Sicht geht es nicht um Macht, sondern um Sicherheit – wer Macht will, der sucht tief im Herzen nicht Freiheit, sondern Sicherheit. Der Freie ist schließlich...
Philosophisches · 16. Mai 2025
Die Menschheit braucht eine neue Philosophie - wer kann sie bieten? Es gibt verschiedene Gründe, warum Philosophen aus dem Leben kommen müssen statt wie gewöhnliche Berufstätige dafür bezahlt zu werden. Denn andernfalls werden sie zu bloßen Theoretikern, die durch die gesicherte Bezahlung ihren Bezug zur Welt voller Umbrüche, praktischen Schwierigkeiten und damit verbundenen Erfahrung der Bedeutung von Ideen und Theorien verlieren. Plausibilität ist nämlich nicht ein rein theoretisches...

Mehr anzeigen